USA Schüleraustausch

Oktober 2026

 
Von Thüringen nach Wyoming – zwischen High School Musical und der Kultur des Wilden Westens
 

Zwei Wochen voller Begegnungen, neuer Freundschaften und typisch amerikanischem Highschool-Leben liegen hinter uns. Vom 17. September bis zum 2. Oktober 2026 waren 16 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 10 und 11 gemeinsam mit ihren Englischlehrerinnen Lisa-Kristin Pohl und Sabrina Walther zu Gast an der Evanston High School in Wyoming. Für alle Beteiligten war es eine besondere Reise: Es war die erste Austauschbegegnung dieser Art seit der letzten Reise von Neuhäuser Schülern nach Minnesota im Jahr 2009 unter der damaligen Leitung von Regina Franke. Für Frau Walther und Frau Pohl ein Rollentausch, denn sie waren damals als Schüler Teil des Erlebnisses und bauten den Austausch nun neu wieder als Lehrkräfte auf.

Ankommen, eintauchen, dazugehören

Nach der langen Anreise wartete zunächst das vielleicht wichtigste Element eines Schüleraustauschs: die Gastfamilien. Unsere Schülerinnen und Schüler lebten während ihres Aufenthalts bei amerikanischen Familien und erlebten dadurch den Alltag in Wyoming nicht als Touristen, sondern aus nächster Nähe.

Gemeinsames Kochen, Familienausflüge, Gespräche am Küchentisch oder einfach Zeit miteinander verbringen. Genau diese alltäglichen Situationen machten den kulturellen Austausch besonders intensiv.

American Highschool einmal selbst erleben

Ein ganz besonderes Highlight war die Homecoming Week an der Evanston High School. Unsere Schülerinnen und Schüler besuchten gemeinsam mit ihren Gastgeschwistern den Unterricht, erkundeten die Schule und tauschten sich über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem deutschen und amerikanischen Schulsystem aus.

Und dann hieß es: Homecoming!

Die deutschen Jugendlichen waren mitten im amerikanischen School Spirit dabei; bei der Vorbereitung und der großen Homecoming Parade, beim American-Football-Spiel der Evanston Red Devils und natürlich beim Homecoming Dance. So wurde aus dem Unterrichtsthema „American High School“ plötzlich echte Lebenswirklichkeit.

Englisch, das plötzlich ganz selbstverständlich wird

Englisch wurde während der zwei Wochen nicht nur gelernt, sondern ständig gebraucht: im Unterricht, in den Gastfamilien, bei gemeinsamen Unternehmungen und im Gespräch mit neuen Freunden. Dabei ging es nicht darum, jedes Wort perfekt zu kennen. Viel wichtiger war, sich verständlich zu machen, nachzufragen, wenn etwas unklar war, und einfach den Mut zu haben, loszusprechen.

Gerade darin lag eine der großen Stärken des Austauschs: Die Schülerinnen und Schüler konnten erleben, dass Englisch tatsächlich eine Brücke zwischen Menschen und Kulturen sein kann.

Evanston, Wyoming und Salt Lake City, Utah

Natürlich wurde auch die Region rund um Evanston erkundet. Bei Besuchen im historischen Roundhouse, im Rathaus, im Gerichtsgebäude und im Stadtmuseum erhielten die Jugendlichen spannende Einblicke in die Geschichte und das gesellschaftliche Leben der Stadt. An mehreren Tagen ging es außerdem nach Salt Lake City. Temple Square, das Utah Capitol Building, das Natural History Museum, der University Campus, das Living Planet Aquarium, das Hill AFB Air Museum, der Hogle Zoo und der Heritage Park machten die Exkursionen zu einer abwechslungsreichen Mischung aus Geschichte, Natur, Wissenschaft und Kultur.


Mehr als nur eine Reise

Hinter dem Austausch steckte viel Vorbereitung. Lisa-Kristin Pohl und Sabrina Walther bereiteten die Schülerinnen und Schüler bereits vor der Abreise in zwei Projekttagen intensiv auf das Leben in den USA vor. Themen waren unter anderem kulturelle Unterschiede, das Verhalten in Gastfamilien, Social Media sowie mögliche Herausforderungen während des Aufenthalts. Auch während der zwei Wochen waren die beiden Lehrkräfte jederzeit als Ansprechpartnerinnen für die Jugendlichen da und begleiteten die Begegnung pädagogisch und organisatorisch. Gemeinsam mit den amerikanischen Partnern wurde der Austausch kontinuierlich abgestimmt und gestaltet. Dass sich diese intensive Vorbereitung gelohnt hat, zeigte sich nicht zuletzt in den Rückmeldungen nach der Reise: Auch die Eltern äußerten große Dankbarkeit und Wertschätzung für die Möglichkeit, ihren Kindern diese Erfahrung zu ermöglichen, und für die engagierte Begleitung während des gesamten Austauschs.

Abschied, aber kein Ende

Nach zwei intensiven Wochen hieß es schließlich Abschied nehmen. Die Gruppe kehrte mit vielen Eindrücken, Erlebnissen und neuen Kontakten nach Deutschland zurück.

Besonders schön: Im Verlauf der Reise entstanden auch neue Freundschaften zwischen Jugendlichen, die sich zu Beginn noch gar nicht kannten. Die gemeinsamen Erlebnisse stärkten den Zusammenhalt der Gruppe und machten aus einer Reise eine echte Begegnung.

Für unsere Schule ist dieser Austausch deshalb erst der Anfang. Die erste Begegnung zwischen dem Rennsteig-Gymnasium und der Evanston High School hat wichtige persönliche Kontakte geschaffen und eine Grundlage für die weitere Partnerschaft gelegt. Die beiden Lehrkräfte haben nun bereits mit den Planungen für die weiteren Begegnungen in 2 Jahren als Ziel für die kommenden Schuljahre gestartet.

Wir sagen Danke an unsere amerikanischen Partner, die Gastfamilien und natürlich an alle Schülerinnen und Schüler, die diesen Austausch mit Offenheit, Neugier und ganz viel „School Spirit“ zu einem besonderen Erlebnis gemacht haben.

Lisa-Kristin Pohl und Sabrina Walther (Fachschaft Englisch)